Individuelles und ganzheitliches Hundetraining

Individuelles und ganzheitliches Hundetraining

Hundehalter werden auf der Suche nach einer geeigneten Hundeschule oder einem geeigneten Buch über Hundeerziehung häufig mit Systemen, Methoden und Tipps konfrontiert, die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erstellt wurden und einen vermeintlich einfachen Weg offenbaren, einen Hund zu erziehen. Warum die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu führen können, dass Hunde problematische Verhaltensweisen zeigen oder bereits vorhandenes Problemverhalten verschlimmert wird, liegt unter anderem daran, dass Hundetraining bzw. Hundeerziehung dadurch zu sehr auf Standards reduziert wird.

Hundeerziehung kann nämlich nicht basierend auf einem standardisierten System, einer einheitlichen Methode oder pauschalen Tipps funktionieren. Systeme, Methoden und Tipps implizieren, dass auf das Verhalten X des Hundes die Aktion Y des Menschen folgen muss, um zum Beispiel ein erwünschtes Verhalten beim Hund herbeizuführen oder ein unerwünschtes Verhalten zu verbieten. Fakt ist jedoch, dass sich im Bereich der Hundeerziehung, insbesondere bei Hunden mit problematischen Verhaltensweisen, kein standardisiertes System, keine einheitliche Methode und kein Tipp unreflektiert auf jeden Hund übertragen lässt. Egal ob diese nach neuesten wissenschaftlichen Erkentnissen erstellt wurden oder nicht. Jeglicher Umgang mit dem Hund muss in Abhängigkeit von seinen individuellen Voraussetzungen geschehen.

Zu den individuellen Voraussetzungen des Hundes zählen, neben seiner Vorgeschichte, zum Beispiel die jeweiligen Charakter- und Rasseeigenschaften, die bis zu einem bestimmten Grad Einfluss darauf haben, wie ein Hund lernt und wie sich das Gelernte auf das Verhalten auswirkt. Standards, einheitliche Methoden und Tipps berücksichtigen diese Faktoren im Regelfall nicht.

Bei unerwünschten Verhaltensweisen seitens des Hundes wird darüber hinaus vergessen, die Ursache des jeweiligen Problemverhaltens zu berücksichtigen. Geht ein Hund zum Beispiel aggressiv gegen andere Artgleiche vor, kann dies verschiedene Ursachen haben. Jede Ursache muss unterschiedlich und in Abhängigkeit der individuellen Voraussetzungen angegangen werden, um ein nachhaltiges und erfolgreiches Ergebnis zu erzielen. Systeme, Methoden und pauschale Tipps, die jede Artgenossenaggression nach dem gleichen Muster „bearbeiten“, helfen hier langfristig nicht weiter.

Anstatt mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu werben, um dann doch wie so häufig althergebrachte Erziehungsmethoden anzuwenden, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Wir schauen genau hin, welches Verhalten ein Hund in unterschiedlichen Situationen zeigt und vor allem, warum er es zeigt. Dabei berücksichtigen wir unter anderem Charakter- und Rasseeigenschaften und fangen aufbauend auf diesen Erkenntnissen mit einer Verhaltensumlenkung an.

Wir  gehen also immer individuell auf den Hund ein und finden so einen Weg, ihn durch den Menschen angeleitet, freiwillig und gerne lernen zu lassen. Selbstverständlich legen wir beim Umgang mit dem Hund allgemeingültige Faktoren zu Grunde, passen diese aber dem Hund an und nicht umgekehrt. So erzielen wir, sowohl bei einer Verhaltensumlenkung, als auch bei der allgemeinen Hundeerziehung, innerhalb weniger Tage erfolgreiche und nachhaltige Ergebnisse.

Darüber hinaus ist das Hundetraining bei uns ganzheitlich ausgelegt. Das Training findet immer in der gewohnten Umgebung und an fremden Orten statt, da nur so Verhalten generalisiert und langfristig gefestigt werden kann.

Mirko Kopietz

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